Adieu Atlantis

FreimaneValentina Freimane ist eine der berühmtesten lettischen Filmwissenschaftlerinnen. Sie wurde 1922 in einer jüdischen Künstlerfamilie in Berlin geboren, bei der berühmte Filmschauspieler und Regisseure ein und aus gingen. In den 30er Jahren zog sie zu ihren Großeltern nach Riga. Dort überlebte Valentina dank guter Beziehungen und enger Freundschaften in mehreren Verstecken die deutsche Besatzung. Ihre ganze Familie und ihre Verwandten hingegen wurden ins Rigaer Ghetto verschleppt und später ermordet. Über ihre aufregende Kindheit in Berlin und die schweren Zeiten der zuerst sowjetischen und dann deutschen Okkupation in Riga hat sie ihre Erinnerungen „Adieu Atlantis“ geschrieben, die in Lettland zum Bestseller wurden. Zur Leipziger Buchmesse erscheint diese Autobiographie nun in der lange erwarteten deutschen Übersetzung von Matthias Knoll, der schon seit Jahren unsere Baltikums-Reisenden mit seinen Literatouren – literarischen Stadtführungen durch Riga begeistert.